newscds.gifDer Umsatz mit Musik ist 2008 nach Angaben des Online-Portals „HP4U“ um 8,5 Prozent gesunken. Während jedoch beim Verkauf von CDs ein Rückgang von 20 Prozent hingenommen werden musste, legte der Absatz im Internet um ein Drittel zu. Zahlenmäßig verteilt sich der Absatz von rund 428 Millionen Musikalben allerdings noch immer zugunsten der CD. So wanderten 362 Millionen Scheiben über den Thresen, während im Internet lediglich 65,8 Millionen Alben kostenpflichtig heruntergeladen wurden (15%).
Trotz anfänglicher Ängste geht die Musikindustrie voran ins digitale Zeitalter – nicht zuletzt dank der Erfolge des iTunes-Music-Store (Apple) und der Folgeangebote zahlreicher Konkurrenten. Laut „HP4U“ ist anzunehmen, dass der Absatz im Internet sich mit der Verbreitung kabelloser Zugänge an öffentlichen Plätzen und weiteren Geräten noch steigen wird. Wahrscheinlicher als ein langfristig auf Einzeltitel-Verkäufe aufgebautes Geschäft sei eine „Kultur-Flatrate“, bei der Content-Provider über Pauschalpreise den Zugang zu kompletten Musik-Datenbanken bereitstellen.
Für Künstler hätte dieser Schritt nebenbei den Vorteil, ihre Musik nicht mehr massentauglich anbieten zu müssen, weil die Einnahmen sich nicht mehr auf konkrete Bands oder Alben umschlagen lassen. Schließlich leben Pauschalpreise vom gesamten Umfang des Angebotes – außer man setzt direkt auf Künstler-Tarife etwa in Form einer Robbie-Williams- oder Madonna-Flatrate.