Bach • Bebop • Bredemeyer
Sperriges lebendig unterrichten

von Jürgen Terhag

Musik jenseits der Schülerhörgewohnheit als lebendig gestaltetes Unterrichtsthema – der nächste AfS-Bundeskongress im September 2007 in Kassel widmet sich den eher schülerfernen Epochen, Stilen und Genres. Die pädagogische Beschäftigung mit dieser Musik – im Kongresstitel exemplarisch veranschaulicht durch drei stilistisch-historische Etiketten, die im Untertitel so plakativ wie provokant als „sperrig“ gebrandmarkt werden – wirft spontan Fragen der folgenden Art auf:

Wieso soll Bach sperrig sein? Was ist überhaupt sperrige Musik? Für wen ist welche Musik wann sperrig? Wer ist Bredemeyer? Ist Bebop wirklich „U-Musik“? Warum sollte man Sperriges in einem schülerorientierten Musikunterricht überhaupt thematisieren? Wieso beschäftigt sich ausgerechnet der AfS mit Sperrigem? Muss Sperriges stets sperrig bleiben? Ist Sperrigkeit ein Ausschlusskriterium für ein Unterrichtsthema oder dessen Adelung? Sollte nicht jedes Unterrichtsthema angesichts des Bildungsauftrags der Schule zunächst einmal sperrig sein? Sind sperrige Themen ununterrichtbar?
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